Altenheim

Name: Altenheim
Auch bekannt als: Altersheim
Auch bekannt als: E VII
Auch bekannt als: Alters- und Siechenheim
Adresse: L 504
Auch bekannt als: Wallstraße
Auch bekannt als: Parkstraße 4
Während der Ghetto-Zeit gab es in The­resien­stadt mehrere Alters- und Siechenheime. Die Begriffe wurden de facto synonym verwendet, auch innerhalb der Verwaltung. Diese Einrichtungen dienten als Sterbelager, in denen alte, kranke und geschwächte Menschen zusammengepfercht wurden. Die hygienischen Zustände waren dort besonders katastrophal, die Versorgung noch schlechter als im restlichen Ghetto, weshalb die Sterblichkeitsrate extrem hoch war. Eines der größten und schlimmsten Alters- und Siechenheime befand sich hinter der Hohenelber-Kaserne in den Katakomben der Festungsanlage (E VII). Neben den ohnehin schon unmenschlichen Bedingungen verschärften fehlendes Sonnenlicht, Feuchtigkeit, Kälte und Schimmel die Situation zusätzlich. Später wurden die Alters- und Siechenheime auf mehrere Gebäude verteilt, darunter das Haus in der Parkstraße 4 neben der Magdeburger-Kaserne, in dem sich auch ein Bad befand. Die Badezeiten waren geschlechtergetrennt und streng zugeteilt, im Durchschnitt konnten die Insassen nur dreimal innerhalb von zwei Monaten ein Bad nehmen. Vor dem eigentlichen Bad fand eine ärztliche Untersuchung statt. Das Gebäude in der Parkstraße 4 war vor der Ghetto-Zeit ein privates Wohnhaus und nicht Teil der Kasernen. Es verfügte über zwei Zugänge – einen zur Parkstraße und einen zur Badhausgasse. Am 1. Oktober 1943 waren dort 110 Personen1038 untergebracht.