Bankhaus
Name:
Bankhaus
Auch bekannt als:
G IV
Auch bekannt als:
Bankgebäude
Auch bekannt als:
Bank der jüdischen Selbstverwaltung
Auch bekannt als:
Rathaus
Adresse:
Rathausgasse 19
Auch bekannt als:
Q 619
Auf Befehl der SS-Kommandantur wurde am 12. Mai 1943 die „Bank der jüdischen Selbstverwaltung Theresienstadt“ eröffnet. Sie gab eigens in Prag gedruckte „Geldscheine“ aus, die als offizielle Quittungen diente. Jede:r Ghettobewohner:in erhielt eine „Sparkarte“, auf der das „Gehalt“ vermerkt wurde. Bei der Verlegung in andere Lager mussten sowohl die Quittungen als auch die „Sparkarten“ abgegeben werden. Die sogenannten „Ghetto Kronen“, auch „Ghettogeld“ oder „Moses-Kronen“ genannt, waren nominell den „Protektoratskronen“ gleichgestellt – also im Verhältnis 1:10 zur Reichsmark. Ab Herbst 1942 wurde festgelegt, welche Personengruppe im Lager welchen Betrag erhalten sollte. Ein Drittel davon wurde in bar ausgezahlt, der Rest wurde ohne Möglichkeit zur Abhebung auf die „Sparkarte“ gebucht. Auf dem Marktplatz entstanden kleine Ladengeschäfte, in denen die Häftlinge mit ihren „Ghetto-Kronen“ Waren erwerben konnten – oft solche, die ihnen bei der Ankunft abgenommen worden waren. Bank und Währung waren integraler Bestandteil der „Verschönerungsaktion“ und dienten der Propaganda, um Theresienstadt nach außen als „Modell-Ghetto“ darzustellen.1
Straßenansicht
Genannt in Tagebucheintrag:
