Hamburger-Kaserne
Name:
Hamburger-Kaserne
Auch bekannt als:
C III
Auch bekannt als:
Holländer
Adresse:
Bahnhofstraße 3/Langestraße 5
Die Hamburger-Kaserne war die drittgrößte der Festung und diente anfangs – ähnlich wie die Dresdner-Kaserne – als Unterkunft für Frauen und Kinder. Später wurden hier holländische Häftlinge untergebracht, die nicht nach Geschlechtern getrennt wurden. Zunächst befand sich in der Hamburger-Kaserne eine "Marodenstube", die später zu einem Ambulatorium umgebaut wurde, das ab Januar 1943 mit einer Röntgenstation ausgestattet war. Im Raum 162, genannt "unsere cvokárna" (unser Narrenhaus) wurden im Jahr 1942 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen untergebracht. Weiters befand sich ein Teil des "Jugendheims" in der Hamburger-Kaserne.Nach der Verlängerung der Bahnlinie von Bauschowitz endete diese direkt vor der Hamburger-Kaserne, weshalb sie in der Folge als Schleuse genutzt wurde. Im Zuge der Registrierung wurden das Gepäck auf Geld und Wertsachen durchsucht und abgenommen. Manchmal mussten die Ankommenden hier tagelang warten, bis sie im Ghetto verteilt wurden. Ab dem 6. September 1943 gingen über diese Schleuse die Deportationen, vor allem nach Auschwitz. Im Oktober 1943 lebten hier 3.904 Bewohner in den Zimmern und 900 am Dachboden, bei insgesamt 4.460 Schlafplätzen.
Straßenansicht
Genannt in Tagebucheintrag:
