Krematorium

Name: Krematorium
Da der stark lehmhaltige Boden eine Erdbestattung erschwerte, ordnete die SS-Kommandantur im Frühjahr 1942 den Bau eines Krematoriums an. Die Errichtung wurde von Ghetto-Häftlingen durchgeführt und war Anfang
1942 abgeschlossen. Das Krematorium befand sich etwa 270 Meter außerhalb der Festungsmauern. Der Eingangsbereich diente als Abstellplatz für Särge, daneben befand sich ein Obduktionsraum. Im Mittelbau waren vier Verbrennungsöfen untergebracht. Ein angrenzender Anbau beherbergte die Wachmannschaften sowie die bis zu 18 Häftlinge, die im Krematorium arbeiten mussten. Die Kapazität lag bei bis zu 180 Leichen pro Tag. Die Asche wurde nach Goldbruchstücken durchsucht, anschließend in Papierschachteln – sogenannten Urnen – gefüllt und im Kolumbarium gegenüber der Zeremonienhalle gelagert. Neben den Toten aus dem Ghetto wurden im Theresienstädter Krematorium auch Verstorbene aus der Kleinen Festung und dem KZ Leit­ meritz, genannt KZ Richard, einem Außenlager von Flossenbürg, eingeäschert.
Genannt in Tagebucheintrag: