Magdeburger Kaserne
Name:
Magdeburger Kaserne
Auch bekannt als:
B V
Adresse:
Hauptstraße 2
Nach der Dresdner-Kaserne war die Magdeburger-Kaserne die größte Anlage der Festung. Während der österreichischen Periode war sie mit 626 Mann und fast 400 Pferden der Kavallerie belegt. Auch in der Zwischenkriegszeit wurde sie von einem Kavallerie-Regiment genutzt. Nach der Annexion der „Rest-Tschechei“ zog eine Garnison der Wehrmacht in die Kaserne ein, räumte sie jedoch später, als das Ghetto eingerichtet wurde. Anfangs war in der Magdeburger-Kaserne eine Schleuse für die ankommenden Häftlinge untergebracht, wo die Gendarmerie das Gepäck auf Wertsachen durchsuchteAnschließend wurden hier die Büros und Wohnungen des „Judenältesten“, seines Stellvertreters, des „Ältestenrats“ sowie verschiedene Abteilungen der „Selbstverwaltung“ untergebracht. Zudem befanden sich in der Kaserne auch Wohnungen von „Prominenten“ sowie Räume für Kulturveranstaltungen, Gottesdienste und Versammlungen der „Selbstverwaltung“. Die "Magdeburger" war die Heimstätte der "Gruppe Mannes" und hier wurden auch die Kinderoper Brundibar uraufgeführt. Die Wohnungen in der Magdeburger-Kaserne waren grundsätzlich größer und besser ausgestattet als die Unterkünfte in den meisten anderen Gebäuden - wegen diesem Sonderstatus wurde sie auch "das Schloß" genannt. Aufgrund ihrer Bedeutung für die geplante Täuschung der Internationalen Rotkreuz-Kommission im Rahmen der „Verschönerungsaktion“ wurde das gesamte Gebäude propagandistisch aufgewertet. Auch Rudolf Tintner war an den Umbauten beteiligt.
Heute ist dort die Gedenkstätte untergebracht.
Heute ist dort die Gedenkstätte untergebracht.
Straßenansicht
Genannt in Tagebucheintrag:
