Ravelin

Ein Ravelin ist ein pfeilförmiger Bestandteil einer Festungsanlage. The­resienstadt besaß mehrere Ravelins, die während der Ghetto-Zeit für unterschiedlichste Zwecke genutzt wurden, so dienten sie als Magazine, Gemüselager und sogar zur Seidenraupenzucht. Zudem war eine Entenfarm geplant.1060 Mit dem drohenden Zusammenbruch des NS-Regimes änderte sich die Nutzung: Die Ravelins wurden befestigt und zu Verteidigungspositionen ausgebaut, wie Rudolf Tintner beschreibt. Im Februar 1945 wurde sogar überlegt, in einem Ravelin Gaskammern zu errichten.