Siechenhaus
Name:
Siechenhaus
Auch bekannt als:
Siechenheim
Adresse:
L 504
Auch bekannt als:
Wallstraße
Es gab in beinahe jedem Block ein Siechenzimmer. Wenn jedoch vom Siechenhaus (Siechenheim) gesprochen wird, war in der Regel das Alters- und Siechenheim in der Wallstraße hinter der Hohelber-Kaserne (E VI, Zentralkrankenhaus) die Rede. Hier herrschten katastrophale Zustände: es gab fast keine Waschgelegenheiten, die Zimmer waren ständig überbelegt und die Versorgung mit Lebensmitteln noch schlechter als im restlichen Ghetto: zu Mittag gab es nur Wassersuppe und statt 350g nur 120-140g Kartoffeln. Die Quarantänestation war entsprechend für Besucher gesperrt, so dass der gewöhnliche kleine Handel und Tausch von Lebensmittel nicht möglich war, so dass die Menschen hier auch elendiglich an Hunger starben. Viele versuchten daher Krankheiten wie beispielsweise Typhus zu verstecken um einer Einlieferung in das Siechenheim zu entgehen.
es gab fast keine und ständig überlegt.
es gab fast keine und ständig überlegt.
Genannt in Tagebucheintrag:
