Hans Hofer
Hans Hofer, eigentlich Schulhof, stammte aus einer Prager jüdischen Familie und lebte ab 1924 durchgehend in Wien, wo er an Kleinkunstbühnen als Schauspieler wirkte. Seine Lebensgefährtin Elisabeth Steinitz, ebenfalls Schauspielerin, war am Städtebundtheater und am Theater an der Wien tätig.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhielten beide Auftrittsverbot. Sie heirateten im April 1938 und flohen nach Prag.
Im Sommer 1942 wurden sie gemeinsam nach Theresienstadt deportiert, wo Hans ein Theater, die sogenannte „Hofer-Revue“ oder auch „Das Hofer-Kabarett“ gründete, das eine der zentralen Institutionen des kulturellen Lebens in Theresienstadt wurde. Im Herbst 1944 wurden Hans und Elisabeth getrennt voneinander nach Auschwitz deportiert und in verschiedene Außenlager verlegt: Hans nach Allach, einem Außenlager Dachaus, und Elisabeth nach Freiberg an der Saale, einem Außenlager Flossenbürgs.
Beide wurden befreit. Nach dem Krieg zogen sie nach Prag und 1960 nach Rostock. Hans Hofer verstarb dort 1973, Elisabeth 1991.
