Martha Edith Hertha Klein von Peci geb. Löbl

Geburtsdatum: 11.06.1890, Podborany nahe Aussig
Sterbedatum: 07.07.1983, New York
Beruf: Malerin
Vater: Alfred
Mutter: Rosa Theresia geb. Neubauer
Ehepartner/in: Richard
Kind/er: Herbert Wilhelm Alfred
Wurde nach Arbesovo nam. 1, Prag 16 abgemeldet.
Zwangsadresse: Biskupska 8, Prag 2
Martha Edith Hertha Klein von Peci wurde am 27.07.1942 nach Theresienstadt deportiert.
Ghetto-Adresse: L 126
L 319
Q 605
Seegasse 26
Bahnhofstraße 27
Lagerberuf: Hausmeisterin

Martha Edith Herta Klein von Peci, geb. Löbl, war die Tochter des wohlhabenden Kaufmanns Alfred Löbl und seiner Gattin Rosa Theresia, geb. Neubauer. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Alfreds Vermögen für den k. k. Major Richard Klein von Peci eine Motivation war, Martha 1915 in Prag zu heiraten. Noch vor der Geburt des gemeinsamen Sohnes Herbert im Jahr 1917 verließ er sie. In der Folge wurde er dreimal wegen Heiratsschwindels, einmal wegen Polygamie und schließlich sogar wegen Vortäuschung seines eigenen Todes vor Gericht gestellt und inhaftiert.

Martha und ihr Sohn Herbert zogen nach Wien, wo sie zu malen begann. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich zogen Mutter und Kind zurück nach Prag, wurden jedoch verhaftet, da ihnen die österreichische Staatsbürgerschaft entzogen worden war.

Am 27. Juli 1942 wurde Martha Klein nach The­resien­stadt deportiert, wo sie in den beiden Häusern Seestraße 26 und 28 (L 126 und L 128) als Hausmeisterin arbeitete. Herbert versteckte sich in Prag und geriet erst spät in die Fänge der Gestapo: im Herbst 1944 wurde er im Prager Gefängnis Pankratz aus politischen Gründen inhaftiert. Zwischen dem 6. November 1944 und dem 7. Jänner 1945 war er sogar in der Kleinen Festung eingesperrt.

Martha sammelte in The­resien­stadt künstlerische Werke aller Art, die in den Häusern in denen sie arbeitete entstanden, und legte ein „Book of Remembrance“ an, das sie versteckt hielt. Nach der Befreiung Theresien­stadts durch die Rote Armee zog sie zu ihrem Sohn, der die Haft ebenfalls überlebt hatte, nach Prag, 1949 emigrierten beide gemeinsam über Großbritannien nach Argentinien und 1958 weiter in die USA.

Nach ihrem Tod im Jahr 1983 in New York übergab Sohn Herbert die „multimedia time capsule“, wie er das „Book of Remembrance“ nannte, dem Museum of Jewish Heritage, wo es heute noch zu sehen ist. Herbert verstarb am 23. März 2003 in Palm Beach, Florida.

Genannt in Tagebucheintrag:
Stammbaum
Alfred?Rosa TheresiaNeubauer?Martha Edith HerthaKlein von Pecigeb. Löbl1890 – 1983Richard?Herbert WilhelmAlfred? Fokus-Person Verlinkt Partner/in Abstammung Partnerschaft
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