Dr. Max Friediger
Charlotte
Arthur
Langegasse 7, Theresienstadt
Berggasse 4, Theresienstadt
Max Moses Samuel Friediger wurde am 9. April 1884 in Budapest geboren, wo er das Gymnasium absolvierte. Anschließend studierte er gleichzeitig an der Universität und dem Rabbinerseminar in Berlin, wo er nicht nur promovierte, sondern auch das Rabbinerdiplom erhielt. Ab 1909 leitete er in Prag eine Talmud-Thora-Schule und war Dozent am Lehrerseminar. Im Jahr darauf heiratete er Fanny Seegall. 1911 war er Gemeinderabbiner von Pohrlitz, später in Oderberg. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Feldrabbiner, 1920 wurde er zum Oberrabbiner von Kopenhagen ernannt. Sohn Ludwig kam 1911 in Prag zur Welt, er verstarb mit nur 10 Monaten. Tochter Charlotte wurde 1913 in Pohrlitz und Sohn Arthur schließlich 1919 in Oderberg geboren.
Nach der Besetzung Dänemarks durch die Wehrmacht wurden Max und Arthur Friediger verhaftet und in das Lager Horserod gebracht, bevor sie im Herbst 1943 nach Theresienstadt deportiert wurden. Max arbeitete dort als Mitarbeiter der Fürsorge. Im April 1945 wurden die beiden mit einem Bus des Schwedischen Roten Kreuzes nach Schweden evakuiert und kehrten später nach Kopenhagen zurück. Max Friediger verstarb dort 1947. Für die beiden Frauen der Familie konnte bislang keine Verfolgung nachgewiesen werden. Fanny verstarb 1964 in Kopenhagen, Tochter Charlotte 2006 in Stockholm.
