Ing. Max Sever
Haupstraße 2
Neuegasse 16
Max Sever wurde am 11. Jänner 1902 in Teplitz als Max Sonnenschein geboren. Seine Familie änderte den Familiennamen ebenso wie die Familie seiner späteren Ehefrau. Max wählte „Sever“, während die am 4. Dezember 1906 geborene Ellen Dagmar Rindskopf den Namen „Reutter“ annahm. Während Ellen ihren jüdischen in einen deutschen Namen änderte, tauschte Max seinen deutschen gegen einen tschechischen. Er absolvierte ein Studium an der Technischen Hochschule Prag und arbeitete danach als Bauingenieur.
Deshalb wurde er von den Nationalsozialisten bereits im ersten Transport – dem sogenannten Aufbaukommando I – am 24. November 1941 nach Theresienstadt deportiert. Seine Frau Ellen folgte am 12. Februar 1942. Max arbeitete in der Technischen Abteilung, die er zeitweise auch leitete. Er war sowohl bei den Mithäftlingen als auch bei den deutschen Aufsehern beliebt, was ihm sogar Fahrten außerhalb des Ghettos ermöglichte.
Max und Ellen überlebten Theresienstadt und emigrierten nach der Machtübernahme der Kommunisten im Herbst 1949 nach Australien. Ellen verstarb am 10. Juni 1977 in Sydney, Max am 16. Dezember 1982 in Northbridge.
