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Henriette
Fürnberg
Fürnbergova
Weiner
28.04.1869
Teschau
20.07.1942
Theresienstadt
Haushalt
Julius-Raab-Promenade 14, St. Pölten
In die CSR geflüchtet, am 29. März 1942 von Krona 71, Brünn nach Theresienstadt deportiert
Adolf

 

Steine der Erinnerung



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Adolf Fürnberg und seine Frau Henriette, geb. Weiner

„Krankheit (in Blockschrift): Marasmus senilis, Altersschwäche. Todesursache (in Blockschrift): Marasmus senilis, Altersschwäche.“ (Todesfallanzeige von Adolf Fürnberg, Theresienstadt, 5. 10. 1942)

Adolf Fürnberg wurde am 18. Mai 1874 in Schaffa (Mähren) als Sohn von Markus und Lena, geb. Spitzer, geboren. Seine Frau Henriette, geboren am 28. April 1869 in Teschau (Mähren), war die Tochter von Samuel Weiner und Rosalie, geb. Stassnie. Adolfs Beruf wird mit Fleischer angegeben, er betrieb aber an seiner Wohnadresse Dr. Julius Raab-Promenade 14 ein Handelsunternehmen mit Forst- und Obstbäumen sowie Sträuchern, das am 1. Jänner 1939 aus dem Handelsregister gelöscht wurde. Es ist zu vermuten, dass der Betrieb nur geringen Gewinn abwarf und das Ehepaar in bescheidenen Verhältnissen lebte, denn von ihnen ist keine Vermögenserklärung erhalten, die ab einem Bruttovermögen von 5.000 Reichsmark hätte ausgestellt werden müssen. Soweit bekannt, blieb die Ehe kinderlos.

Adolf Fürnberg wurde bereits vor den Novemberpogromen aus nicht näher bekannten Gründen in Dachau inhaftiert, konnte aber nach seiner Entlassung am 4. Oktober 1938 in die CSR flüchten. Von der Adresse Brünn, Krona 71, wurde er am 29. März 1942 mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert. Im Kontrast zur NS-Propaganda, die die ehemalige Festungsstadt als angenehmen Alterssitz mit Lebensqualität und Kulturangeboten darstellte, waren die mangelhafte Unterbringung, Ernährung und medizinische Versorgung vor allem für ältere Menschen kaum erträglich. Henriette starb bereits am 20. Juli 1942, offizielle Todesursache war Gehirnschlag, Adolf starb laut Todesfallanzeige am 5. Oktober 1942 an Altersschwäche. Mehr ist zu dem langen und sicher arbeitsreichen Leben von Adolf und Henriette Fürnberg nicht überliefert.

Adolfs um sieben Jahre älterer Bruder Max Fürnberg, der mit seiner Frau Emma, gestorben 1933, und seinen acht Kindern in Hofstetten, Grünau 9 (Bezirk St. Pölten), gelebt hatte, wurde im August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Es ist zu hoffen, dass die Brüder einander bis zu Adolfs Tod beistehen konnten. Max’ Sohn Oskar wurde in Dachau, seine Tochter Berta in Maly Trostinec ermordet, die anderen Geschwister überlebten.

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