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Wilhelm
Müller
15.10.1872
Polna
Treblinka
Kohlenhändler
Radetzkystraße 4, St. Pölten
am 25. Juli 1938 nach Wien abgemeldet, wo er häufig die Wohnung wechseln musste; am 10. September 1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 29. September 1942 nach Treblinka überstellt
Jacob
Karoline
Rasch
Ernestine
Schreiber
Else
Zdenka
Hedwig
Der Kohlengroßhändler Wilhelm Müller meldete sich am 25. Juli 1938 mit Frau Elisabeth und Tochter Else nach Wien 2 ab. Er emigrierte mit Elisabeth nach Großbritannien, Else ging in die USA. Da sie Heiratsabsichten hatte, flüchtete sie möglicherweise mit ihrem Mann. In die Wohnung der Familie in der Schubertstraße zogen am 23. Jänner 1939 Dr. Paul Kohner und Dr. Hugo Deutsch, beide Juden, ein. Nach deren Delogierung wurden Haus und Grundstück des Wilhelm Müller von dem St. Pöltner SA-Standartenführer Eduard Honisch "arisiert", der darin bis zum 12. April 1945 wohnte. Beim Einmarsch der Roten Armee setzte er sich nach Henndorf bei Salzburg ab, wo er bis zu seiner Verhaftung am 18. Februar 1946 lebte. Danach war er bis 18. November 1946 im Arbeitslager in Viehofen interniert und wurde schließlich an das Landesgericht Wien überstellt. Honisch, der auch Mitglied des Großdeutschen Reichstages war, musste die Liegenschaft 1948 rückstellen.