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Frieda
Tichler
Tischler
26.08.1879
Opole
Privatier
Mühlgasse 5, Wilhelmsburg
Zwangsumsiedelung nach Sechskrügelgasse 8/3, Wien 3; am 15. Februar 1941 nach Opole deportiert


Steine der Erinnerung

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Frieda Tichler

Frieda Tichler (in der Deportationsliste fälschlich „Tischler“), geboren am 26. August 1879, wurde 62 Jahre alt, doch von ihrem Leben ist nur bekannt, dass sie von der Fürsorgeabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde St. Pölten unterstützt wurde: „[hat] zu sorgen für sich, ist arbeitslos, bezieht von der hiesigen jüdischen Kultusgemeinde monatlich Reichsmark 10.– Unterstützung, hat Zinsverpflichtung [Miete], hat sonst keine Zuwendungen, dringendste Notlage gegeben.“

Wo sie geboren wurde, wie ihre Eltern hießen, ob sie verheiratet war und Kinder hatte und wovon sie vor ihrer Arbeitslosigkeit ihren Lebensunterhalt bestritten hatte, ist nirgends verzeichnet. Aufgrund ihrer Armut war sie auch nicht gezwungen, eine Vermögensanmeldung abzugeben, die wenigstens einige Informationen zu ihrem Leben enthalten hätte.

Wie die Familie Spitz und Herlinger, also vielleicht gemeinsam mit ihnen, musste sie am 19. Juli 1939 nach Wien übersiedeln, und zwar in eine Sammelwohnung in Wien 3, Sechskrügelgasse 8/3. In diesem Haus, aus dem 37 Menschen in den Tod geschickt wurden, waren auch Sigmund Tieger und seine Tochter Herta aus St. Pölten untergebracht. Frieda Tichler wurde am 15. Februar 1941 in das Ghetto Opole in Polen deportiert. Wann sie den grauenhaften Bedingungen in diesem überfüllten Ghetto erlag, ist nicht bekannt.

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