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Josefine
Tachau
Kolb
06.04.1910
Asparn bei Tulln
Opole
Privatier
Bachgasse 29, St. Pölten
31. Juli 1939 Zwangsumsiedelung nach Flossgasse 3, Wien 2; am 26. Februar 1941 nach Opole deportiert
Jakob
Franziska
Engel
n.N. Tachau
Edith
Eveline
Lizzi
Josefine Tachau hatte 1938 ihre drei kleinen Kinder im Alter von sieben, fünf und drei Jahren zu versorgen. Nach dem „Anschluss“ verlor sie ihre Fürsorgeunterstützung. Sie hatte einen Arbeitsplatz als Bedienung bei Frau Schulhof, der sehr gering entlohnt wurde, und erhielt eine kleine Unterstützung der IKG, welche die monatliche Miete in der Höhe von RM 17,80 deckte. Sie lebte mit ihren drei Kindern von RM 4,– die Woche. Anfang Juni 1938 verlor sie ihre Beschäftigung und war nicht mehr in der Lage, für sich und ihre Kinder Nahrung zu beschaffen, weshalb sie sich mit der Bitte um Hilfe an die IKG wandte, „da ich sonst gezwungen wäre, einen Verzweiflungsakt zu begehen.“ Josefine Tachau wurde am 26. Februar 1941 mit ihren Kindern nach Opole deportiert.