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kohnfamilie
Max Ludwig
Kohn
25.05.1896
St. Pölten
11.04.1984
St. Pölten
Kaufmann
Linzerstraße 20, St. Pölten
6. März 1939 Flucht nach Palästina
Julius
Sophie
Holub
Valerie
Bacher
Hans
Die Familie Julius und Sophie Kohn stammte aus Piesling (Pisecne) in Böhmen, ihre drei Söhne Jakob, Max und Siegfried, bereits in St. Pölten geboren, hatten in der k. u. k. Armee gekämpft. Im November 1938 wurde Jakob Kohn das Geschäft entzogen und die Firma am 31. März 1939 gelöscht. Das Eigentumsrecht für die Liegenschaft in der Linzerstraße besaß er gemeinsam mit seinen Brüdern Max, Siegfried und Robert. Die Viertelanteile der Brüder auf dieses und andere Grundstücke wurden später von der Gestapo beschlagnahmt. Am 8. März 1939 war in ein Magazin in der Linzerstraße 20 Heinrich Gelb mit seinen Geschwistern eingezogen. Jakob Kohn meldete sich am 5. Juni 1939 nach Italien ab und floh nach Palästina; seine Frau Irma war schon im März mit seinem Schwager Max abgereist.
Max Kohn wurde im November 1938 verhaftet und nach Dachau gebracht, von wo er im Februar 1939 entlassen wurde. Er floh kurz darauf mit seiner Frau, ihrem noch nicht vierjährigen Sohn Hans, seiner Schwägerin Irma und ihren Verwandten, der Familie Dr. Egon Morgenstern, nach Palästina.

1948 kehrten sie nach St. Pölten zurück. Max Kohn starb 1984, Valerie Kohn 1991; sie sind auf dem St. Pöltner jüdischen Friedhof begraben. 1949 erhielt Jakob Kohn sein Geschäft zurück und es wurde wieder in das Handelsregister eingetragen. Er und seine Frau lebten bis zu ihrem Tod 1970 bzw. 1972 in St. Pölten.

Robert Kohn meldete sich am 29. März 1939 nach England ab und ging später in die Vereinigten Staaten.