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hackersamuelyv
Samuel
Shmuel
Hacker
26.09.1863
Lackenbach
21.10.1942
Theresienstadt
Kaufmann
Gabelsbergerstraße 3, St. Pölten
17. April 1940 Zwangsumsiedelung nach Wien 3, später Krummbaumgasse 10/8, Wien 2; am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert
Joachim
Betty
Adler
Maria
Blau
Mathilde
Kohut
Arnold
Elsa
Hugo
Leo
Leo (sic)
Margarethe
Martha
Siegfried
Samuel und Mathilde Hacker betrieben in Stattersdorf Nr. 72 einen Gemischtwarenladen, der außer Sonntag Nachmittag stets geöffnet war. Er berichtete, dass es dort keinen „richtigen“ Antisemitismus gegeben hätte und dass sie selbst „Juden, aber Stattersdorfer“ waren.

Das Geschäft wurde wahrscheinlich im Zuge einer „guten“ Arisierung an den lokalen Kaufmann Rupert Muhr für 16.667,- Reichsmark verkauft. Muhr wurde im August 1940 von zwei Angestellten bei der Gestapo denunziert, weil er die Familie Hacker ohne Zuteilung von Lebensmittelkarten versorgt hatte. In der Aussage findet sich auch noch der Hinweis, dass ein Stattersdorfer Bauer der „armen, verfolgten Frau“ Hacker 23 Eier gegeben hätte.

Samuel und Mathilde Hacker wurden am 17. April 1940 nach Wien 3 umgesiedelt. Vermutlich kehrten sie aber mehrfach nach Stattersdorf zurück, um Lebensmittel zu organisieren. Am 10. September 1942 wurden die beiden aus der Krummbaumgasse 10/8, Wien 2, nach Theresienstadt deportiert. Samuel wurde dort ermordet, Mathilde in Auschwitz.

Die Töchter Margarete, Marta und Elsa wurden mit ihren Ehemännern und Kindern ebenfalls deportiert und ermordet.

Sohn Arnold gelang mit finanzieller Unterstützung seines Vaters die Flucht nach Australien.