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Simon
Briefwechsler
Brifveksler
04.01.1894
Wien
Versicherungsangestellter
Kremser Landstraße 57, St. Pölten
15. Juli 1939 Wiesbaden, weiteres Schicksal unbekannt - er überlebt jedoch den Holocaust, da er die Page of Testimony für seine Familie ausfüllt
Leiser
Anna (Chane Hudes)
Horowitz
Pepi
Hönig
Paula
Blumenthal
Walter
Anna
Simon Briefwechsler wohnte seit 1935 in St. Pölten und war als Versicherungsbeamter tätig. Er floh mit seiner Familie aus Deutschland vor dem dortigen NS-Terror und berichtete, von den dortigen Vorgängen. Wilhelm und Mathilde Gelb kommentierten diese Berichte – und vermutlich dachten viele wie sie – mit den Worten: „No Meingott, wos werns uns Alten scho machen, wichtig is, daß die Jungen wegkommen."

Briefwechsler hatte für seine Frau Paula und seine beiden Kinder zu sorgen. Nach dem „Anschluss" verlor er seinen Arbeitsplatz, erhielt keine Arbeitslosenunterstützung und bezahlte monatlich einen Zins von RM 21,-. Eines der Kinder war lungenkrank, die Frau „leidend". Tochter Anna Briefwechsler meldete sich am 2. Dezember 1938 nach unbekannt ab, sie dürfte nach Palästina geflohen sein. Der Rest der Familie ging, ob freiwillig oder gezwungen ist unklar, am 15. Juli 1939 nach Wiesbaden. Paula und Walter wurde nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet; Simons Verbleib ist unbekannt.