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Moritz
Rosenstingl
03.05.1865
Sprazern
15.08.1938
St. Pölten
Trödler
Neugebäudeplatz 9a, St. Pölten
Herzogenburgerstraße 10, St. Pölten
Leopold
Fanni
Goldschmied
Cäcilia
Löwinger
Alois
Ernestine
Johanna
Rose
Emanuel
Lotte
Der ehemalige Trödler Moritz Rosenstingl, über 70 Jahre alt, krank, arbeitsunfähig, ohne Einkommen, lebte mit seiner Frau nach dem „Anschluss“ von unregelmäßigen Unterstützungen. Er erhielt von der IKG monatlich RM 16,67 und zahlte im Monat RM 11,33 Miete. Geschäftslokal und Wohnung mussten geräumt werden und das Ehepaar bezog die Holzbaracke 10/16 in der Herzogenburgerstraße, die sie allerdings auch bald verlassen mussten. Am 1. Juli 1938 bat das Ehepaar die IKG um Erhöhung der Unterstützungszahlungen aufgrund von Krankheit und ersuchte am 20. Juli um „Unterbringung in das jüd[ische] Versorgungshaus in Wien, […] damit wir unsere alten Tage unter Juden u. ohne große Entbehrungen verleben können.“

Moritz Rosenstingl starb am 15. August 1938 in St. Pölten, seine Frau meldete sich am 30. April 1940 nach Wien ab und wurde am 24. September 1942 nach Theresienstadt deportiert.